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Beim Hauskauf richtet sich der Blick meist zuerst auf den Kaufpreis – dabei können die Nebenkosten schnell 10 % oder mehr on top ausmachen. Wer sie nicht von Anfang an einplant, gerät oft kurz vor dem Notartermin in Zeitdruck.
Diese Nebenkosten fallen typischerweise an
| Posten | Typische Höhe |
|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % – 6,5 % je nach Bundesland |
| Notar- und Grundbuchkosten | ca. 1,5 % – 2,0 % |
| Maklerprovision (falls vorhanden) | ca. 3 % – 7 %, oft geteilt |
In Summe kommen so schnell 8 % bis 15 % des Kaufpreises zusammen. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € sind das je nach Bundesland und Maklereinsatz zwischen 32.000 € und 60.000 € – Geld, das zusätzlich zum eigentlichen Kaufpreis bereitstehen muss.
Warum diese Kosten oft unterschätzt werden
Viele Käufer kalkulieren zunächst nur mit dem Kaufpreis und ihrem geplanten Eigenkapitalanteil dafür. Die Nebenkosten geraten dabei aus dem Blick – mit der bösen Überraschung, dass am Ende zu wenig Eigenkapital für alle Posten übrig bleibt. Problematisch wird das vor allem, weil sich Nebenkosten in der Regel nicht sinnvoll über das klassische Baudarlehen mitfinanzieren lassen, ohne die Konditionen zu verschlechtern.
Gut zu wissen: Die Grunderwerbsteuer unterscheidet sich stark je nach Bundesland – von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Mit dem Nebenkostenrechner berechnest du deine individuellen Kosten kostenlos.
Weitere Kosten, die leicht übersehen werden
Neben den klassischen Kaufnebenkosten solltest du auch an Umzugskosten, eventuell notwendige Renovierungen, neue Möbel oder Anschlussgebühren denken. Auch eine finanzielle Reserve für unerwartete Ausgaben nach dem Einzug ist empfehlenswert – gerade bei älteren Bestandsimmobilien können versteckte Mängel zusätzliche Kosten verursachen.
Wie sich die Gesamtkosten auf deine benötigte Darlehenssumme auswirken, zeigt dir der Baufinanzierungsrechner.
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Häufige Fragen zu Kaufnebenkosten
Sind Nebenkosten in jedem Bundesland gleich hoch?
Nein, vor allem die Grunderwerbsteuer unterscheidet sich je nach Bundesland deutlich – zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises.
Muss ich die Nebenkosten sofort in bar zahlen?
Ja, in der Regel werden Grunderwerbsteuer, Notar- und Maklerkosten kurz nach Kaufvertragsabschluss fällig und müssen aus Eigenmitteln beglichen werden.
Kann ich Nebenkosten steuerlich absetzen?
Bei selbstgenutztem Wohneigentum ist das in der Regel nicht möglich. Bei vermieteten Immobilien können bestimmte Kosten steuerlich relevant sein – das solltest du individuell prüfen lassen.
Wie plane ich Nebenkosten realistisch ein?
Rechne am besten mit 10 % bis 15 % des Kaufpreises zusätzlich und stelle sicher, dass dieser Betrag als Eigenkapital verfügbar ist, bevor du eine Anfrage stellst.
Weiterlesen: Eigenkapitalquote: Wie viel Eigenkapital brauchst du wirklich?. Übersicht: Startseite.